Bayerns Natur schützen. Jetzt.
Nach der Ausweisung der beiden Nationalparke und einiger großer Naturschutzgebiete bis zur Jahrtausendwende bleibt es heute meistens bei Sonntagsreden und Lippenbekenntnissen. Dabei gibt es auch bei uns genügend Argumente für neue großflächige Schutzzonen mit ungestörter Naturentwicklung: Neben ihrer Bedeutung für den Schutz von Arten und Lebensräumen – heute meistens als „Schutz der biologischen Vielfalt“ bezeichnet – können derartige Bereiche vor allem auch Schutzzonen für Menschen sein, für die Profit und Spaß-Tourismus nicht alles ist. Da mittlerweile fast jeder Quadratmeter Privatgrund intensiv zur industriellen Land- und Forstwirtschaft oder Baulandspekulation genutzt wird, gehört in vielen Regionen öffentlicher Grund zu den letzten Inseln mit derartigem Potential. Schutzgebiete sind in Bayern genauso wie global eine der wenigen bewährten und funktionierenden Instrumente, um sie langfristig zu sichern. Umso trauriger ist die Rolle mancher Organisationen wie die des Bayerischen Bauernverbandes und diverser Lobbyverbände der Holzindustrie. Hier ist Profitmaximierung das oberste Ziel, und alle Vorschläge zur Ausweisung neuer Schutzgebiete – selbst auf Staatsgrund – werden sabotiert und in besonders schlimmen Fällen sogar die Bevölkerung mit Falschinformationen aufgehetzt. Diesen Rückfall in Denk- und Handlungsmuster vergangener Jahrhunderte können wir uns eigentlich nicht mehr leisten.

Claus Obermeier | Vorstand der
Gregor Louisoder Umweltstiftung

Zu den Naturschutzflächen im Bereich Donau / Isar und zur Nationalparkdebatte informieren wir Sie umfassend in unseren Bürgerinfos. Weitere Infos .