Skip to main content

Aktion im März 2017

Ein dritter Nationalpark für Bayern. Landtagsanhörung. Pinocchio im Nationalpark

Der Aktionstag Natur ohne Schutz 2017 stand ganz im Zeichen des geplanten dritten bayerischen Nationalparks.

An Donnerstag, 16. März fand im Bayerischen Landtag die Anhörung zum 3. Nationalpark statt. Zahlreiche Experten stellten den Abgeordneten Fragen. Schwerpunkte waren der Waldnaturschutz, die Biodiversität und der Naturtourismus sowie das Auswahlverfahren für die möglichen Nationalparkstandorte.
Wir unterstützten die Debatte zum 3. Nationalpark mit on- und offline Medien und berichteten per News-Ticker aus dem Landtag.

Hier unsere Zusammenfassung und unser Resümee:

Jetzt müssen Fakten her...
Vier Stunden Landtagsanhörung liegen hinter uns: Interessante Statements der Fachleute, wichtige Klarstellungen, einige eher amüsante Beiträge ohne Informationswert und viele Hintergrundinfos zur enormen touristischen Bedeutung und Wertschöpfung der Nationalparke Berchtesgaden und Bayerischer Wald.
Jetzt müssen aber vom Umweltministerium schnell belastbare Fakten für die einzelnen Gebietskulissen vorgelegt und entsprechende Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben werden. Erst dann können über die grundsätzliche Debatte hinaus belastbare Detailaussagen zu einzelnen Vorschlagsgebieten getroffen werden.
Dies gilt insbesondere für den Spessart. Es kann nicht sein, dass munter spekuliert wird, ohne Fakten auf dem Tisch zu haben - so zu den Themen Brennholzrechte im Spessart (rechtliche Bewertung durch die Staatsregierung, tatsächliche Praxis in den Betrieben der Staatsforste, Anteile in der Gebietskulisse), Holzexporte der Staatsforste ins Ausland und Baumartenzusammensetzung in bestimmten Bereichen (Eichenanteil) und so weiter…
Klar wurde auch, dass der Ausschluss des Steigerwaldes rein politisch bedingt ist und keine fachliche Grundlage dafür besteht.
Claus Obermeier

Mit dem Plakatmotiv Pinocchio im Nationalpark gegen Fake-News

Bereits lange vor der Landtagsanhörung gab es immer wieder Falschmeldungen zu den Auswirkungen eines Nationalparks auf die Region. Wer könnte dies besser verdeutlichen als der allseits bekannte Pinocchio?

In einem Interview mit dem Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden des Vereines "Wir im Spessart" Peter Winter von Dezember 2016 (main-TV) wurde mit irreführenden Behauptungen operiert - so wurden die Bürger im Spessart von ihm gegen den Nationalpark aufgestachelt.
Doch Herr Winter ist nicht der einzige Akteur, der sich "alternativer Fakten" bedient. Daher sind wir auch nach unserem Aktionstag noch über jeden Hinweis auf Falschmeldungen zum dritten Nationalpark dankbar.