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Wir setzen uns für eine Rückkehr des Luchses in die bayerischen Alpen ein.

Aktuelles Fotofallenbild (Herbst 2016) von Luchs Alus nahe der bayerischen Grenze im Pinzgau

Aktuell: Ausschreibung / Detailinfos Förderpreis

Aktuell:  2. Vernetzungstreffen "Luchsschutz im bayerischen Alpenraum" (17.2.2017)

Am 17.2.2017 trafen sich auf Einladung der Gregor Louisoder Umweltstiftung 31 Personen zum 2. Vernetzungstreffen "Luchsschutz im Bayerischen Alpenraum" in Salzburg.

  • Vortrag K. Weingarth: Überblick über das angelaufene Fotofallenprojekt, Vorarbeiten und ersten Ergebnisse
  • Vortrag A. Molinari: „Aktuelle Situation und Herausforderungen für die Zukunft“: Interessant hier v.a. die Darstellung der Luchsinseln im Alpenraum und die Betrachtung der Genetik, ebenso die Darstellung mit wie wenig Auffrischung  anscheinend die genetische Vielfalt wieder angehoben werden kann. Zahlreiche Bestandsstützungsprojekte und Wiederansiedlungsprojekte in Mitteleuropa und den Alpen, teils abgeschlossen, teils aktiv.
  • Rege Beteiligung und Nachfragen bei den Referentinnen
  • Ansprechpartner für weitere Infos: Stefanie Morbach

"Wilde Alpen" 2017/18

Download / Ansicht Flyer (pdf)

Die Alpen und auch die bayerischen Gebietsanteile waren und sind für das Überleben zahlreicher bedrohter Tier- und Pflanzenarten in Europa von zentraler Bedeutung. Das gilt insbesondere auch für die großen Beutegreifer. Luchs und Wolf sind nach vielen Jahrzehnten wieder bei uns angekommen, wenn auch vorerst nur als Einzelnachweise. Auch der eine oder andere Braunbär streift immer wieder durch die alpinen Bereiche von Österreich, der Schweiz und vielleicht auch bald wieder Bayern.


Die Einwanderung dieser faszinierenden Tiere in ihre ursprüngliche Heimat bietet die einmalige Chance, Anschluss an die internationalen Bemühungen zum Schutz des Naturerbes zu finden. Denn während wir von anderen Staaten und ihren Bürgern enorme Anstrengungen und wirtschaftliche Einbußen zum Schutz bedrohter Arten einfordern, sieht die entsprechende Bilanz bei uns eher bescheiden aus.


Kaum ein Thema des Naturschutzes sorgt immer wieder für so viel Aufregung wie Wildtiere, wenn sie - scheinbar oder tatsächlich - den Menschen beeinflussen. Viele Menschen fühlen sich unsicher, wie sie damit umgehen sollen – kompetente Informationen sind selten, Panikmache häufig. Dies war in der Geschichte des Naturschutzes oft so – jeder Fortschritt musste mühsam erkämpft werden, und fast alle heute als Erfolgsstory gefeierte Initiativen wie Nationalparks oder das Verbot des Abschusses bedrohter Tierarten war anfangs bei bestimmten Bevölkerungsgruppen hoch umstritten – egal ob in Afrika oder bei uns in den bayerischen Alpen.
Dabei werden oft längst widerlegte Fabeln, Mythen und Lügengeschichten immer wieder aufgewärmt. Oft stehen dabei wirtschaftliche Eigeninteressen im Vordergrund. 


Ob Wildtiere wie Bär, Wolf und Luchs bei uns leben können, entscheiden in einer demokratischen Gesellschaft wir alle in einer offenen Debatte, nicht einzelne Interessensvertreter am Stammtisch und erst recht nicht einzelne Scharfmacher mit Extremforderungen wie „No-go-Areas“ für einzelne Arten. Dazu gehört aber auch, dass besonders betroffene Gruppen wie Schafhalter die Unterstützung des Staates erhalten.


Wir sehen es daher als unsere Aufgabe, für eine breite Debatte die nötigen Fakten und praxisnahen Konzepte für ein konfliktarmes Zusammenleben von Menschen und Wildtieren bereitzustellen und entsprechende Projekte bekannt zu machen. Dazu dient neben unseren umfangreichen Onlineangeboten auch dieser Förderpreis.

Claus Obermeier | Vorstand der Gregor Louisoder Umweltstiftung