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Bayern wild Luchs

Luchs Monitoring mit Hilfe von Fotofallen im Pinzgau

Im Dezember 2015 wurde erstmals ein Luchs im Bayerischen Alpenraum durch das Bild einer Wildtierkamera nachgewiesen. Luchs-Kuder „Alus“ war aus Nord-Ost Italien, hierher war er im Rahmen eines Projektes zur Bestandesstützung  aus der Schweiz gebracht worden, bis in den Landkreis Berchtesgaden gewandert.

Bislang kommen Luchse nur im Bayerischen Wald vor. Einzelne Nachweise oder Hinweise gibt es auch aus anderen Mittelgebirgsregionen in Bayern. Ende 2015 gelang mit dem Fotofallenbild erstmalig ein Luchsnachweis in den Bayerischen Alpen.

Die Luchsvorkommen im Alpenraum sind stark zersiedelt. Weitere Informationen zu den Luchsen im Alpenraum finden Sie in unserem Blog.

Das Fotofallen-Monitoring Luchs

in Kooperation mit

Bayerische Staatsforsten
Österreichische Bundesforste

Auftraggeber: Gregor Louisoder Umweltstiftung in Kooperation mit Bayerischen Staatsforsten und Österreichischen Bundesforsten
Bearbeitung: Habitat – Wildlife Services in Kooperation mit dem Luchsprojekt Österreich Nord-West
Laufzeit: 01.09.2016 – 31.08.2017
Ziel: Luchsnachweis (C1 nach SCALP Kriterien) durch opportunistisches Fotofallenmonitoring, hierzu wurden im ersten Schritt 12 Fotofallen an möglichen Luchswechseln und -orten aufgestellt. Die Methode ermöglicht kleinflächig einen ersten Eindruck von Vorkommen in der Region.

Fotofalle Luchs
Fotofalle Luchs
Fotofalle Luchs

Aktuelles

Vorbereitung Juni-August: Ansprache Flächeneigentümer, Standortauswahl, Projektvorstellung bei Kooperationspartnern
05.-09. Sept 2016: Gemeinsam mit den Flächeneigentümern (BaySF und ÖBf) wurden geeignete Fotofallenstandorte im Feld ausgewählt und 12 Fotofallen durch Fachleute installiert.
12.September: Auf Einladung der Salzburger Jägerschaft referierten die Fachleute Kirsten Weingarth (Habitat – Wildlife Services) und Christian Fuxjäger (SCALP) über den Luchs mit Schwerpunkt Vorkommen in Österreich und dem Einsatz von Fotofallen. Hier wurde auch das angelaufene Projekt „Fotofallenmonitoring Pinzgau“ vorgestellt und um Mitwirkung geworben. Ebenfalls mit anwesend waren Vertreter der Bayerischen Staatsforste und der Österreichischen Bundesforste auf deren Flächen im Gebiet die ersten Fotofallen aufgestellt wurden. Die Veranstaltung stieß mit 60 Zuhörern auf reges Interesse.

Januar/Februar 2017:

Luchs Alus bleibt in seinem Revier
Alle paar Monate werden die Fotofallenstandorte des Projektes kontrolliert. Wie bereits beim ersten Durchgang, konnte auch diesmal der Luchs Alus abgelichtet werden, diesmal sogar an drei Standorten. Die Aufnahmen wurden in den Monaten November und Dezember 2016 gemacht.

Bei den Fotofallenkontrollen werden nicht nur die Bilder ausgelesen, sondern auch die Funktion der Kameras überprüft. Die professionellen Geräte ermöglichen eine lange Laufzeit, aber gerade im Winter sind die Bedingungen auch für die Technik eine Herausforderung. Wegen starkem Schneefall mussten wir diesmal die Kontrollen auf zwei Einsätze Anfang Januar und Anfang Februar verteilen. Ein weiterer Luchs wurde nicht aufgenommen. Viele weitere Wildtiere wie Fuchs, Reh- und Rotwild und Gämsen wurden aber fotografiert.

Ärgerlich ist die Demontage einer kompletten Fotofalle inklusive der Schutzbox und der Befestigung. Der Diebstahl wurde zur Anzeige gebracht.

Februar 2017:

Im Februar waren wir gemeinsam mit den Kollegen aus dem Luchsprojekt Österreich Nord-West mit einem Infostand auf der Jagdmesse „Hohe Jagd“ in Salzburg. Wie auch letztes Jahr hatten wir hier anregende Gespräche und Diskussionen. Von Respekt, dass wir mit dem Thema große Beutegreifer auf eine Jagdmesse gehen bis völligem Unverständnis reichte die Palette der Kommentare. Wichtig waren die Diskussionen rund um das Thema. Wir wollen informieren und nicht belehren und diese Strategie kommt bisher immer gut an, bei Aufgeschlossenen und Skeptikern.

Ebenfalls im September fand unser Vernetzungstreffen Luchs in Salzburg statt. Über 35 Interessierte aus Bayern und Österreich lauschten dem Vortrag von Anja Molinari (KORA Schweiz) über die Situation der Luchse im Alpenraum. Kirsten Weingarth (Habitat - Wildlife Services) berichtete kurz über den Stand unseres Fotofallenmonitorings im Pinzgau.

April 2017:

Fotofallen Kontrolle. Auch diesmal konnte Alus wieder abgelichtet werden. Ein kurzer Zwischenbericht zum Stand des Projektes findet sich in Kürze hier.