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Naturschutzoffensive Deutschland

Gerade für die aktuellen Diskussionen wie zum Nationalpark Steigerwald liefert die prämierte Arbeit grundlegende Daten, Methoden und Analysen, die den oft frei erfundenen Horrorszenarien aus dem Umfeld von Naturschutzgegnern und Holzlobby die Grundlage entziehen.

Mit den "Förderpreisen Wissenschaft" will die Stiftung Nachwuchswissenschaftler ermutigen, gerade auch Themen und Problemfelder zu bearbeiten, die nicht automatisch eine Industriekarriere oder Begeisterung bei potentiellen Arbeitgebern in der Verwaltung versprechen. "Gerade der Natur- und Umweltschutz braucht in Zukunft mehr denn je qualifizierte und engagierte Wissenschaftler, die nicht nur auf eine möglichst schnelle Karriere in der Industrie starren, sondern sich für eine nachhaltige und ökologische Entwicklung engagieren", so Claus Obermeier, Vorstand der Stiftung. Diese Hoffnungen haben die diesjährigen in herausragender Weise erfüllt. Im Einzelnen werden die Förderpreise für Abschlussarbeiten und Dissertationen in den Studienschwerpunkten Biologie / Geo- und Umweltwissenschaften, Forst- und Agrarwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften vergeben. Der Preis ist mit jeweils 2500 € Preisgeld und einer Anschlussförderung zur Weiterführung der wissenschaftlichen Arbeit verbunden.

Die Jury bestand aus Dr. Manuel Schneider (Projektbüro make sense, Gutachten) , Christine Frömel, Bernd Louisoder, Stefanie Jaeger, Claus Obermeier.

Ansprechpartner für Rückfragen: Andreas Abstreiter, Projektstelle Onlinekommunikation

Kurzfassung Dr. Marius Mayer: Nationalparks gelten als ökonomisch nachteilig, weil sie traditionelle Wirtschaftsweisen einschränken. Oft ist die unzureichende ökonomische Bewertung dieser Schutzgebiete – insbesondere der davon ausgehenden öffentlichen Güter – für diese Wahrnehmung verantwortlich. Dieses Defizit soll am Beispiel des ältesten deutschen Nationalparks im Bayerischen Wald behoben werden. Die vorliegende Kosten-Nutzen-Analyse zeigt in drei von vier Szenarien positive Ergebnisse für den Nationalpark. Er führt demnach zu Einkommenstransfers in seine Umgebung, während die Opportunitätskosten von der gesamten Gesellschaft getragen werden, die auch von den Erholungs- und Nicht-Gebrauchswerten des Schutzgebietes profitiert. Die Analyse basiert auf umfangreichen empirischen Erhebungen und stellt verschiedene zeitliche Szenarien, räumliche Ebenen sowie Minimum- und Maximum-Szenarien gegenüber. Die Ergebnisse hängen von vielfältigen Einflussfaktoren ab und variieren mit den zugrundeliegenden Annahmen. Die Entscheidung für oder gegen einen Nationalpark kann deshalb nicht allein auf ökonomische Sachverhalte reduziert werden, sie spiegelt vielmehr immer gesellschaftliche Werturteile wider.

Vollständige Untersuchung (Buchfassung)

Dieses Video verfügt über Untertitel für Gehörlose. Bitte dazu im Video auf cc klicken und Deutsch auswählen.


Wildnis in Deutschland

www.wildnis-in-deutschland.de ist die neue Webseite mit allem, was man zu Wildnis in unserem Land wissen muss. Das Portal wendet sich an diejenigen, die das Thema „Wildnis“ in Deutschland voranbringen wollen und gibt ihnen Argumente, Hintergründe und Material an die Hand.

Die Initiative „Wildnis in Deutschland“ ist ein Zusammenschluss der Partner BUND, Deutsche Umwelthilfe, EuroNatur, EUROPARC Deutschland, Greenpeace e. V., Gregor Louisoder Umweltstiftung, GRÜNE LIGA, Heinz Sielmann Stiftung, NABU, NABU-Stiftung, Naturstiftung DAVID, Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, Michael Succow Stiftung, Vogelschutz-Komitee, WWF Deutschland, Zoologische Gesellschaft Frankfurt, um sich gemeinsam für mehr Wildnis in Deutschland einzusetzen. Insbesondere soll gemeinsam auf die Erreichung des 2 %-Wildnisziels der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) hingewirkt werden. Neben der Umsetzung von Flächenprojekten, der jeweiligen Partner, die zur Erreichung des Ziels beitragen, sollen durch die Initiative weitere Maßnahmen (insbesondere aus den Bereichen Flächenschutz und Kommunikation) initiiert, koordiniert und unterstützt werden. Hierzu haben sich die Partner auf ein gemeinsames Verständnis von Wildnisgebieten in Deutschland geeinigt.