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Ankündigungen von Ministerpräsident Dr. Söder und Gesetzesbeschlüssen für nutzungsfreie Waldschutzgebiete müssen Taten folgen – ZDF Magazin Frontal 21 deckt Umsetzungsdefizite auf – Hoher Buchener Wald hat höchste Priorität

 

Beispiel Bayern: Für 2019 sind von der Staatsregierung / Bayerischen Staatsforsten im Abschlussdokument „Runder Tisch Volksbegehren“ Gebietsausweisungen in Steigerwald, Spessart und Donauauen angekündigt.

 

Das ZDF-Magazin Frontal 21 thematisiert die fehlende Umsetzung der oft und mehrfach angekündigten nutzungsfreien Waldschutzgebiete / Naturwälder in Deutschland (siehe ZDF-Presseinfo vom 3.9.2019).

Dazu Claus Obermeier, Vorstand der Gregor Louisoder Umweltstiftung und GLUS-Vertreter im bundesweiten Netzwerk "Wildnis in Deutschland" zur Situation in Bayern: "Mit der Ausweisung von Waldschutzgebieten ohne forstwirtschaftliche Nutzung in Steigerwald, Spessart und Donauauen kann Bayern an die Spitze der bundesweiten Naturwaldbewegung anschließen und echte Leuchtturmprojekte des Naturschutzes schaffen, wie es auch der Koalitionsvertrag CSU-FW vorsieht. Die Staatsregierung bzw. Bayerische Staatsforste hatten in der Abschlusserklärung zum „Runden Tisch Volksbegehren Artenvielfalt“ entsprechende Ausweisungen noch 2019 angekündigt, zusätzlich Ministerpräsident Dr. Söder 2000 Hektar in den Donauauen.“

Höchste Priorität hat dabei der Hohe Buchene Wald im Steigerwald. (Vgl. gemeinsame Presseinfo der Verbände vom 6.12.2018 incl. Fotos: https://www.umweltstiftung.com/aktuelles/presse-archiv/schutzloser-steigerwald-das-faellen-der-starkbaeume-geht-weiter-verbaende-fordern-nutzungsfreies-schutzgebiet/ )

Stellungnahme zur von Ministerpräsident Dr. Söder angekündigten Ausweisung von 2000 Hektar in den Donauauen: https://www.umweltstiftung.com/aktuelles/presse-archiv/naturschuetzer-begruessen-ankuendigung-von-ministerpraesident-dr-soeder-fuer-grossschutzgebiet-in-den-donauauen/

Die Ergebnisse der Recherchen des ZDF sind für die internationale Glaubwürdigkeit Deutschlands im Naturschutz ein ernstes Problem und es müssen auch aus diesem Grund jetzt dringend entsprechende Naturwälder ausgewiesen werden. So werden beispielsweise von den Staaten des Amazonasbeckens und Ostafrikas enorme wirtschaftliche Einbußen für den Schutz ihrer Wälder gefordert, während Deutschland oft an kleinen Schutzgebieten scheitert. Verantwortlich für Ausweisungen von Naturwäldern aus Staatsgrund sind dabei im föderalen System meistens die Bundesländer.

„Unbestritten ist aber auch die Bedeutung einer nachhaltigen Forstwirtschaft auf dem Großteil der Waldfläche. Hier werden die extrem hitze- und trockenheitsempfindlichen Baumarten Fichte und Kiefer an den meisten Standorten aber forstlich keine große Rolle mehr spielen, vor allem nicht in Reinbeständen. Stattdessen müssen naturnahe Wälder aus einheimischen standortgerechten Laubbaumarten aufgebaut werden“.


Ansprechpartner für Rückfragen und Interviews:

Claus Obermeier, Vorstand der Gregor Louisoder Umweltstiftung
claus.obermeier@umweltstiftung.com
Telefon: 089/54212142

Bildmaterial:

Andreas Abstreiter, Online-Kommunikation
andreas.abstreiter@umweltstiftung.com
Telefon: 089/54212142

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