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Schutzloser Steigerwald: Das Fällen der Starkbäume geht weiter VERBÄNDE FORDERN NUTZUNGSFREIES SCHUTZGEBIET

Der BUND Naturschutz in Bayern, der Landesbund für Vogelschutz, Greenpeace Bayern, die Gregor Louisoder-Stiftung und der Verein Nationalpark Steigerwald kritisieren zusammen mit dem WWF Deutschland die aktuell begonnenen Holzeinschläge im Hohen Buchenen Wald massiv. Nachdem die Staatsregierung den von Verbänden und der Bevölkerungsmehrheit im Steigerwald geforderten Schutz für den Hohen Buchenen Wald versagt hat, wurden dort entgegen der Zusagen der BaySF-Spitze zahlreiche dicke Bäume gefällt.
„Jetzt einfach mit dem Abholzen der dicken Bäume weiterzumachen, halten wir für einen Skandal“, kritisieren die Verbände. Sie halten an ihrer Grundsatzforderung fest im Steigerwald einen Nationalpark einzurichten. Da dies die aktuelle Staatsregierung in dieser Periode nicht umsetzen will, fordern die Verbände mindestens den Hohen Buchenen Wald als nutzungsfreies Schutzgebiet zu schützen.
Die Verbände stellen dabei klar, dass sie zur Holznutzung stehen, dass aber nicht genutzte Naturwälder ein integraler Bestandteil eines nachhaltigen Waldnutzungssystems sind und deshalb auch geschützt werden müssen.

Einschlag GLB Steinkreuz – Steigerwald
Einschlag in der Abteilung Steinkreuz im Steigerwald
Einschlag GLB Steinkreuz – Steigerwald
Hier wurden gezielt die dicken Bäume mit Brusthöhendurchmesser über 60cm gefällt
Einschlag GLB Steinkreuz – Steigerwald
Es wurden entgegen der Zusagen der BaySF-Spitze zahlreiche dicke Bäume gefällt
Einschlag GLB Steinkreuz – Steigerwald
Viele von ihnen wurden in die Güteklasse BC oder C eingeordnet! (B= normale Güte, C= schlecht)
Einschlag GLB Steinkreuz – Steigerwald
„Unsere vielen Mitglieder vor Ort sind entsetzt, dass nun bereits zahlreiche dicke Bäume der Säge zum Opfer gefallen sind“, so Liebhard Löffler, 1. Vorsitzender Verein Nationalpark Steigerwald
Einschlag GLB Steinkreuz – Steigerwald
„Wir fordern Forstministerin Michaela Kaniber als Aufsichtsratsvorsit-zende der Bayerischen Staatsforsten auf, hier einzuschreiten und die BaySF anzuweisen, im Steigerwald als Minimalkompromiss den Hohen Buchenen Wald zu schützen“, so Volker Oppermann, Greenpeace Bayern

„Wir fordern, dass die Zusage des Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Staatsforsten Martin Neumeyer an den BN eingehalten werden, dass im Hohen Buchenen Wald in diesem Winter keine dicken Bäume gefällt werden“, so Hubert Weiger, Ehrenvorsitzender des BUND Naturschutz. „Die Einschläge müssen umgehend eingestellt werden.“


„Unsere vielen Mitglieder vor Ort sind entsetzt, dass nun bereits zahlreiche dicke Bäume der Säge zum Opfer gefallen sind“, so Liebhard Löffler, 1. Vorsitzender Verein Nationalpark Steigerwald. „Der Schutz der dicken Bäume und des Hohen Buchenen Waldes wäre zum Vorteil für Mensch und Natur.“


„Wir fordern Forstministerin Michaela Kaniber als Aufsichtsratsvorsit- zende der Bayerischen Staatsforsten auf, hier einzuschreiten und die BaySF anzuweisen, im Steigerwald als Minimalkompromiss den Hohen Buchenen Wald zu schützen“, so Volker Oppermann, Greenpeace Bayern.


„Bayern hat eine besondere Verantwortung für den Schutz der Buchenwälder. Wir fordern die Staatsregierung daher auf ein großflächiges nutzungsfreies Schutzgebiet einzurichten, mit dem Bayern sich für ein Weltnaturerbe Buchenwälder bewerben kann“, so Helmut Beran, stellvertretender Geschäftsführer des Landesbundes für Vogelschutz.


„Das Ziel aus dem Koalitionsvertrag der Bayerischen Staatsregierung 10 % des Staatswaldes als nutzungsfreien Naturwald zu schützen, muss naturschutzfachlich fundiert umgesetzt werden“, fordert Claus

Obermeier, Vorstand der Gregor Louisoder Umweltstiftung. „Der Hohe Buchene Wald muss als Tafelsilber der Bayerischen Natur dabei berücksichtigt und unbedingt geschützt werden.“


„Mit jedem Einschlag wird die vor 4 Jahren begonnene natürliche Waldentwicklung wieder unterbrochen“, kritisiert Hermann Bösche, Vorsitzender Naturforschende Gesellschaft Bamberg. „Damit wird ein Naturwald verhindert, der für den Schutz der Wald-Biodiversität unersetzlich ist.“

Tafelsilber Bayerischer Natur: genießen und schützen

Der neue Flyer entstand in Kooperation mit dem Verein Nationalpark Nordsteigerwald e.V. und wirbt bayernweit für den Nationalpark. Er animiert mit der integrierten Wanderkarte zu einer Naturwanderung durch den Steigerwald (Ausgangspunkt: Obersteinbach).

Der Flyer Steigerwald bildet hier den Auftakt zu mehreren Flyern zum "Tafelsilber Bayerischer Natur".

Er kann ab sofort kostenlos unter info@umweltstiftung.com angefordert werden, außerdem ist er bei den Veranstaltungen des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald erhältlich.  

Enthalten sind auch die folgenden Forderungen an die neue Staatsregierung:
•    Sofortige Sicherstellung des Hohen Buchenen Waldes (100% Staatswald) als nutzungsfreies Naturschutzgebiet gemäß Bayerischem Naturschutzgesetz (mindestens 1000 Hektar)
•    Einleitung eines Verfahrens zur Ausweisung eines Nationalparkes „Steigerwald“.


Kundgebung 27.9.2018: Staatskanzlei

Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Vereine und Verbände für das große Engagement!

Als kleines Dankeschön für die viele Arbeit und das überaus große Engagement im Vorfeld sowie während und nach der Demo, haben wir hier eine kurze Video-Dokumentation produziert (siehe unten). Weitere Infos, Bilder, Videos...

Es sprachen:

  • Hans Kornprobst (BUND Naturschutz in Bayern e.V.)
  • Dr. Liebhard Löffler (Verein Nationalpark Nordsteigerwald e.V.)
  • Claus Obermeier (Gregor Louisoder Umweltstiftung, Netzwerk Wildnis in Deutschland)
  • Volker Oppermann (Greenpeace)
  • Dr. Norbert Schäffer (Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.)

 

Unsere Forderungen:

  • Sofortige Sicherstellung des Hohen Buchenen Waldes (100% Staatswald) als nutzungsfreies Naturschutzgebiet gemäß Bayerischem Naturschutzgesetz
  • Einleitung eines Verfahrens zur Ausweisung eines Nationalparkes Steigerwald